Absberg, Februar 2010
Sehr geehrte Landwirtinnen!
Sehr geehrte Landwirte!
Eine neue Saison steht vor der Tür und mit ihr auch einige Neuigkeiten.
Sojaanbau
Durch die günstigen Bedingungen der letzten Jahre hat der Sojaanbau wieder zugenommen.
Wir werden heuer auch Soja übernehmen. Zum Anbau empfehlen wir späte 000 oder frühe 00 Sorten wie z. B Cardiff, Cordoba und Sigalia. Für einen erfolgreichen Sojaanbau sind gute Böden und Niederschläge in der Blütephase wichtig. Eine Beregnungsmöglichkeit ist vorteilhaft.
Vorteile des Sojaanbaus: sehr gute Vorfruchtwirkung, wenig Düngeaufwand, relativ einfache Kulturführung, gefragtes Produkt (da gentechnikfreie Erzeugung in Österreich)
Risiken: Anfällig für Schäden durch Wildverbiß, benötigt gute Böden, Gefahr von Mindererträgen bei Trockenheit
Düngermarkt
Nachdem die Preise in den Herbstmonaten vor allem für Stickstoff und Phosphordünger niedrig waren, sind diese Produkte im Steigen. Bei Kali wurden die Preise im Jänner noch einmal reduziert. Insgesamt sind die Preisentwicklungen bei Dünger sehr kurzfristig, sprunghaft und leider immer weniger nachvollziehbar.
Daher ist es immer wichtiger, sehr gezielt zu düngen. Mit unseren Düngern aus den Mischanlagen sind Sie in der Lage punktgenau zu arbeiten. Heuer können wir Ihnen zur gezielten Schwefeldüngung (Raps) einen granulierten 90 %igen Schwefeldünger anbieten.
Weiters können wir Spurennährstoffe (Bor, Eisen etc.) in unseren Mischanlagen „aufbeizen". Vorteil: Jedes Mischkorn enthält den aufgebeizten Nährstoff = gleichmäßige Verteilung, sehr gute Wirksamkeit. Da nicht alle Spurenelemente in jeder Menge lagernd sind, ersuche ich bei Interesse um Anfrage bzw. Bestellung (Lieferzeit ca. 5 Werktage)
Braugerste
Trotz eines momentan schwierigen Braugerstenmarktes, sollte der Anbau dieser Kultur nicht ganz in den Hintergrund geraten. Da die Sorten „Bodega", „Marthe" und „Class" von der Brauindustrie heuer als auslaufend festgelegt wurden, übernehmen wir Bodega und Marthe zwar in vollem Umfang und empfehlen auch den Anbau von Originalsaatgut dieser Sorten, möchten aber gleichzeitig auf den kommenden Sortenwechsel hinweisen.
Als Nachfolgesorten werden wir heuer „Victoriana" der Probstdorfer Saatzucht und „Vivaldi" der Saatbau Linz übernehmen.
Mais
Neben den altbekannten Vermarktungen können wir Ihnen heuer auch Jungbunzlauer - Nassmaislieferverträge anbieten. Über Mindestpreisgarantie, Abwicklung, Sorten und weitere Details informieren wir Sie gerne. Beachten Sie die diversen Frühbestellaktionen der Saatgutfirmen, welche wir gerne für Sie abwickeln.
Pflanzenschutz
Frühbezugspreise, Produkt- und IP-Listen sind oder werden in Kürze verfügbar sein. Als Neuerung sind heuer sämtliche Registriernummern auf Angeboten, Lieferscheinen und Rechnungen angeführt. Bitte beachten Sie, dass die Anwendung mit der Registrierung übereinstimmen muss.
Als besondere Aktion erhalten Sie heuer bei einer Vorbezugsbestellung von mindestens
€ 500,-- einen USB Stick auf dem sämtliche aktuelle Sicherheitsdatenblätter gespeichert sind. Sicherheitsdatenblätter sind 10 Jahre im Betrieb aufzubewahren!
Vorschriften und gesetzliche Bestimmungen für
Lagerung – Transport – Anwendung
von Pflanzenschutzmitteln werden immer umfangreicher. Wir bieten ihnen abseits vom reinen Verkauf, Beratung und Unterstützung in der Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften.
Saatgut
Wir ersuchen um rechtzeitige Saatgutbestellung. Dies erleichtert die Abwicklung und garantiert Ihnen die Verfügbarkeit der von Ihnen gewünschten Sorten. Termine für die Reinigung von hofeigenem Saatgut bitte vereinbaren.
Weiters möchten wir auf die aktuell laufende Frühbezugsaktion von VOEST-Weinbauprodukten hinweisen.
Wir freuen uns auf die kommende Saison und werden gerne für Sie tätig.
Mit freundlichen Grüßen
Schneider Johann
Absberg, Dezember 2009
Rückblick Herbst 2009 – Ausblick Frühjahr 2010
Sehr geehrte Landwirtinnen!
Sehr geehrte Landwirte!
Am Ende der Herbstsaison ist es Zeit, einen kleinen Rückblick zu machen. Sonnenblumen- und Maisernte brachten durchaus zufriedenstellende bis sehr gute Erträge. Während die übernommene Sonnenblumenmenge doch deutlich niedriger ausfiel als im Vorjahr, wurde bei Mais annähernd die Vorjahresmenge von uns übernommen.
Die unbefriedigende Preisentwicklung bei Getreide und Ölsaaten dürfte Ihren Tiefpunkt überschritten haben. Die Nachfrage auf den Märkten und damit verbunden die Preise steigen wieder. Dies gibt vorsichtigen Anlass zu Optimismus für die Ernte 2010. Steigende Preise und vor allem steigende Ölpreise könnten sich jedoch auch auf die bis jetzt stark gesunkenen Düngerpreise auswirken.
Wir können Ihnen N, P und K Dünger in allen Mischvariationen günstig anbieten. Neu im Angebot: Schwefel als 90 %iges Granulat zum Beimischen. Weiters können wir jetzt auch Bor, Eisen, Schwefel und andere Spurennährstoffe in Form eines selbst haftenden Granulats auf die Düngermischung beizen.
Vorteile: gleichmäßige Verteilung der Spurennährstoffe auf die gesamte Mischung
(Jedes Düngermischkorn enthält Spurennährstoff)
einfache Anwendung – kein Auflösen in Spritzenbehälter etc.
Preisgünstige Hektarkosten
Achtung Frühbezugsbestelltermin für Spalierpfähle usw. nicht verpassen!
Die Maisernte ist nunmehr abgeschlossen und wir werden auch heuer wieder die angelieferten Mengen akontieren. Diese Abrechnungen erfolgen generell auf Grund der besseren Übersicht auf Trockenmaisbasis. Zu Ihren Abrechnungen erhalten Sie jedoch auch eine Aufstellung der entsprechenden Nassmaispreise. Die Form der Abrechnung stellt lediglich eine einheitliche Verrechnungsbasis dar. Für die vereinbarten Früh- bzw. Spätlieferungen Aschach werden entsprechende Prämien (je nach Lieferzeitpunkt) gesondert ausbezahlt. Die gesamte übernommene Menge wurde ohne Besatzabzug abgerechnet.
Die Abrechnungen wurden bereits auf Ihr Konto überwiesen.
Somit wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie einen besinnlichen Advent und erholsame Feiertage und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Schneider Johann
Sehr geehrte Landwirtin! Sehr geehrter Landwirt!
Ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2008 zeigt, dass sowohl das wirtschaftliche Umfeld als auch die Witterungsextreme immer schwierigere Bedingungen für die Landwirtschaft schaffen. Spekulationsgeschäfte, Finanzkrise, Rekordernten usw. haben zu teilweise extremen Preisschwankungen und Marktentwicklungen geführt. Obwohl kurzfristige Überlegungen in dieser Situation sehr verlockend sind, sollte man mittel- und längerfristige Perspektiven in seinen Entscheidungen berücksichtigen.
Trotz gelegentlicher Rückschläge bietet gerade unser Anbaugebiet sehr gute Voraussetzungen für die Qualitätsproduktion von Weizen, Braugerste, Wein usw.
Die Energie- und Rohstoffpreise und damit auch die Preise der landwirtschaftlichen Produkte werden spätestens zu Ende der aktuellen Wirtschaftskrise wieder steigen.
* Dünger:
Als verlässlicher Partner der regionalen Landwirtschaft haben wir uns trotz oder gerade wegen der aktuellen Spargesinnung im Bereich Düngung zur Anschaffung von zwei neuen modernen Düngermischanlagen in Absberg und Fels entschlossen.
Highlights und Vorteile für unsere Kunden:
* Modernes EDV Programm berechnet Düngerbedarf nach Ihren Angaben unter Berücksichtigung von Vorfrüchten, Ertragserwartung, Ernterückstandslieferung, ausgebrachten Wirtschaftsdüngern usw. * Nährstoffverhältnisse und Mischkomponenten können individuell nach Wunsch gewählt werden * Möglichkeit der Beimischung von Spurenelementen * kostengünstig * kurze Wartezeiten durch große Mischchargen (bis zu 5 to in Fels und bis zu 8 to in Absberg) * Als besondere Einführungsaktion: "Keine Mischkosten bis 30.06.2009!"
Wir können Ihnen die gewünschten Mischdünger in allen möglichen Formulierungen herstellen. Es ergeben sich teilweise erhebliche Preisvorteile zu Fertigdüngerformulierungen.
Die Preissituation auf dem Düngermarkt ist weiterhin geprägt von Unsicherheit und kurzfristigen Preisschwankungen. Während bei Phosphaten eine deutliche Preisreduktion erfolgte, zeigen Kali und Stickstoff eher eine feste Preistendenz. Harnstoff unterliegt deutlichen kurzfristigen Preisschwankungen.
Neu im Programm haben wir granulierte Spurenelementmischungen (Mangan, Bor, Eisen, Zink etc.), welche problemlos zu den Hauptkomponenten gemischt werden können. Besonders interessant für Wein- und Obstbau sowie Rüben und Ölfrüchten.
* Saatgut für die Frühjahrssaison
Für den Braugerstenanbau bieten wir heuer
Marthe als neue, sehr gesunde, ertragreiche und qualitativ hochwertige Sorte sowie
Bodega als bewährte, sehr zuverlässige und beständige Sorte an.
Bei fast allen Saatgutfirmen gibt es wieder Frühbezugsaktionen. Wir wickeln für Sie sämtliche Aktionsmöglichkeiten ab. Bitte die Bestelltermine beachten!
Bitte bestellen Sie ihre Saatgutsorten rechtzeitig. Sie sichern sich dadurch die gewünschten Sorten und erleichtern uns die Administration. Wir reinigen und beizen selbstverständlich auch Ihr hofeigenes Saatgut. (Terminvereinbarung nötig)
* Pflanzenschutzmittel
Zulassungsbestimmungen und Anwendungsrichtlinien für Pflanzenschutzmittel sind ständigen Änderungen und Anpassungen unterworfen. Daher ist der Bezug von Pflanzenschutzmitteln im Vorbezug nur für jene Produkte sinnvoll, deren Anwendung sicher noch in der aktuellen Saison erfolgt.
Immer wieder gibt es Anfragen über aktuelle Registrierungen, Auslaufprodukte, Anwendungsfristen usw. Selbstverständlich beantworten wir Ihnen diese Fragen gerne. Alle aktuellen Zulassungen, Parallelregistrierungen, Abverkaufsfristen usw. finden Sie auch im Internet unter: http://www.psm.ages.at/
Wir führen ausschließlich Produkte, welche zur Anwendung in Österreich zugelassen sind. Aus unserem reichhaltigen Lager stehen Ihnen somit die Mittel Ihrer Wahl prompt zur Verfügung. Außerdem ist dadurch auch die Beratung bzw. Reklamationsmöglichkeit bei den Vertriebsfirmen gewährleistet.
Für den gesetzeskonformen Transport stellen wir Ihnen die entsprechenden Transportpapiere bzw. die nötige Transportbox gegen einen geringen Pfandeinsatz zur Verfügung.
Für die vorschriftsmäßige Lagerung in Ihrem Betrieb können wir Ihnen entsprechende Giftschränke anbieten.
In Österreich zugelassene Mittel – korrekte Transportmöglichkeit – vorschriftsmäßige Lagerung - zu günstigen Preisen = unser Angebot an die Landwirtschaft.
Winteraktionen - Weinbau
Achtung: Momentan Winteraktion für:
Spalierpfähle und Unistöcke sowie div. Rebschutzsäulen Aktionen solange der Vorrat reicht.
* In eigener Sache:
Achtung! Neue Öffnungszeiten Montag bis Freitag 7.00 – 12.00 13.00 – 17.00
Samstag 7.30 – 12.00 Gültig von 1. März bis 31. Oktober
Mit freundlichen Grüßen
Schneider Johann
Getreideernte 2007
Die heurige Getreideernte war vor allem durch den außergewöhnlichen Witterungsverlauf der Monate September bis Juli geprägt. Durchwegs trockene Monate vom Anbau bis März 07 sowie ein sehr milder Winter haben die Entwicklung der Winterungen eher negativ beeinflusst. Gelbverzwergunsvirus sowie tierische Schädlinge waren entwicklungshemmend und haben die Erträge negativ beeinflusst. Im März gab es endlich ausreichend Niederschläge – doch der folgende April war in unserem Gebiet absolut Niederschlagsfrei und viel zu warm.. Mai und Juni waren ebenfalls viel zu warm (heiß) und ohne ergiebige Regenfälle (ausgenommen örtliche Gewitter und Regenschauer). Der Beginn der Ernte war daher um ca. 2 – 3 Wochen früher als in einem durchschnittlichen Jahr (erste Weizenanlieferung 29. Juni!). Wie haben sich diese ungewöhnlichen Bedingungen nun auf die einzelnen Kulturen ausgewirkt? Im Folgenden eine kurze Aufstellung aus meiner Sicht:
1. Raps
Raps wurde heuer je nach Bodenbonität und Regenfällen mit Hektarerträgen zwischen 800 kg und rd. 3.500 kg geerntet. Die durchschnittlichen Erträge dürften bei ca. 2.200 kg liegen. Aus ersten Untersuchungen kann geschlossen werden, dass durch die Hitze bei der Abreife der Ölgehalt gelitten hat.
2. Wintergerste
Auch bei Wintergerste gab es sehr unterschiedliche Erträge. Hier dürften die Erträge in Summe am besten gewesen sein. Wintergerste spielt in unserem Gebiet jedoch nur eine kleine Rolle im Anbau. Die Marktleistung ist nahezu unbedeutend da Sie vorwiegend für den Eigenbedarf angebaut wird.
3. Körnererbsen
Katastrophal! Erträge von unter 1000 kg bis max. 2500 kg je Hektar – wobei jedoch die niedrigeren Erträge überwogen – werden den Körnererbsenanbau in unserer Gegend nahezu zum Erliegen bringen.
4. Braugerste
Hektarerträge von knapp 3000 bis gut 4000 kg wurden hier geerntet. Sortierungen von schwachen 60 % Vollgerstenanteil bis guten 80 % waren hier die Regel. Während die Sortierungen eher schwach bis mittelmäßig sind, ist der Eiweißgehalt überraschenderweise akzeptabel bis gut. Werte von knapp 11 % bis ca. 12,5 % (Ausreißer bis 15 % gab es auch) wurden hier angeliefert. Von den Sorten kann gesagt werden, dass bei uns normalerweise die Sorte Bodega die besseren Sortierungen und die Sorte Xanadu die höheren Erträge geliefert hat.
5. Weizen
Auch bei Weizen beginnen die Hektarerträge bei rund 3000 kg reichen jedoch im Gegensatz zu Gerste bis knapp 6000 kg. Hier waren vor allem die Bodenbonität, die Zufälligkeiten des Wettergottes sowie Vorfrucht und Bodenbearbeitung für die breite Streuung verantwortlich. Leider muss man jedoch sagen, dass die 6000 kg Erträge eher die Ausnahme waren und der Durchschnitt bei ca. 4000 kg lag. Die Qualitäten sind im Großen und Ganzen gut bis sehr gut, jedoch breiter gestreut als im Vorjahr. So sind auch durchaus Mengen an Mahlweizen angeliefert worden.
6. Durum
Hat ebenfalls das Schicksal der Sommerungen erlitten. Erträge von knapp 3000 bis ca. 4500 kg je Hektar mit ausgezeichneter Qualität. Auf Grund der guten Erntewitterung gab es ebenso wie bei Weizen keinerlei Fallzahlprobleme. Werte von 300 bis 400 sec. bei Weizen – bei Durum noch höher – wurden angeliefert.
In Summe war das heurige Erntejahr ein Jahr der extremen Schwankungen. Sowohl die Ertrags- als auch die Qualitätsskala schlug heuer in einem breiten Bereich aus. Je nach Kultur und Gegend kann in unserem Gebiet mit einem Ertragsminus von 10 % bis 30 % gerechnet werden.
Doch nun zu einem positiven Ausblick. Schlechte Ernten in weiten Teilen Europas sowie der steigende Bedarf haben zu einem noch nie erlebten Preisanstieg für Getreide und Ölfrüchte geführt. Für die heurige (mengenmäßig geringe) Ernte können die Landwirte die höchsten Preise erwarten, die seit dem Beitritt Österreichs zur EU erzielt wurden.
Getreideernte 2006
Voll Zuversicht und mit hohen Erwartungen sahen unsere Kunden und wir der heurigen Getreideernte entgegen. Ausreichende Niederschläge während der Vegetation und eine Überwinterung der Bestände ohne nennenswerte Schäden haben zu diesen Erwartungen für Wintergetreide geführt. Doch um es gleich vorweg zu nehmen, die Erwartungen bezüglich Menge wurden leider großteils nicht erfüllt. Lag es am kalten Frühjahr, ungünstigem Blühwetter oder auch der Hitze während der Abreife – auf jeden Fall war bei den meisten Kulturen nur eine unterdurchschnittliche Menge zu ernten.
Doch nun zu den einzelnen Kulturen.
Wintergerste hat in unserem Anbaugebiet keine große Bedeutung. Es gab hier unterschiedlichste Qualitäten und Erträge.
Erfreulich war heuer die Rapsernte. Hohe Erträge gekoppelt mit guten Preisaussichten geben dem Rapsanbau in unserem Gebiet Auftrieb.
Sommergerste war sowohl von der Menge als auch von der Qualität enttäuschend. Je nach Sorte und Anbaugebiet gab es sowohl bei der Sortierung als auch teilweise bei den Eiweißwerten Probleme bzw. konnten die erforderlichen Werte für Braugerstenqualität nicht überall erreicht werden.
Futtererbsen spielen in unserem Einzugsgebiet eine eher untergeordnete Rolle und werden vorwiegend zur Fruchtfolgeauflockerung bzw. für den Eigenbedarf gebaut.
Die heurige Weizenernte kann vor allem durch ihre hervorragenden Qualitätsmerkmale überzeugen. Mengenmäßig eher unterdurchschnittlich konnte heuer zum überwiegenden Teil Weizen in Premiumqualität geerntet werden. Nach den vorjährigen Qualitätsproblemen (Fallzahl) können wir heuer darauf hoffen, unsere Position in Italien wieder zu festigen.
Durumweizen hat heuer bei zufriedenstellenden Erträgen sehr gute Qualitätsmerkmale, sodass die Vermarktung auch hier erfolgversprechend aussieht.
Abschließend kann man sagen, dass die heurige Ernte zwar die Mengenerwartungen nicht erfüllt hat, dies jedoch durch eine überwiegend hohe Qualität mit entsprechenden Vermarktungschancen ausgleicht. Wir sind daher durchaus zufrieden mit diesem Ernteergebnis und danken unseren Kunden nochmals für die problemlose Abwicklung der Übernahme.
Getreideernte 2005
Mit großen Erwartungen wurde der Getreideernte 2005 entgegengesehen.
Diese Erwartungen wurden bei Raps auch noch großteils erfüllt. Überdurchschnittliche Erträge konnten bei heißer Witterung großteils trocken geerntet werden.
Doch bereits bei der Sommergerstenernte wurde ersichtlich, dass die Erwartungen in die heurige Ernte zu hoch waren. Sommerbraugerste wurde je nach Bodenbonität in durchschnittlichen bis eher schlechteren Erträgen geerntet. Bei den schwächeren Erträgen kommt noch ein erhöhter Eiweißanteil hinzu, sodass ein Teil der Sommergerste als Braugerste nicht verwendbar ist.
Unmittelbar vor der Weizenernte setzen ergiebige Regenfälle ein. Durch diese Regenmengen werden Teile der Weizenernte durch niedrige Fallzahlwerte bzw. Auswuchs geschädigt. Während der Ernte trennten wir anhand von Fallzahluntersuchungen die gelieferten Qualitäten, und konnten daher doch einen Grossteil der angelieferten Weizenmenge als Mahl- bzw. Qualitätsweizen mit den entsprechenden Qualitätsmerkmalen übernehmen. Die Fallzahlwerte waren stark von den angebauten Sorten und dem Reifezustand des Weizens vor den Regenfällen abhängig. Proteinwerte waren heuer durchwegs besser als im Vorjahr und erreichten zu einem großen Teil 14 % und mehr.
Durumweizen war in unserem Gebiet qualitativ zweigeteilt. Während Winterdurum mit Auswuchs und Fallzahlwerten unter 100 sec. nicht zur Vermahlung geeignet ist, wies Sommerdurum mit Fallzahlwerten von 300 sec. und mehr eine außergewöhnlich gute Qualität aus.
Der Anbau von Wintergerste und Körnererbse geht in unserem Gebiet immer mehr zurück, sodass hier kaum noch nennenswerte Marktleistungen erbracht werden.
Insgesamt war die heurige Getreideernte von der Menge eher durchschnittlich und von den Qualitäten weit gestreut. Um so mehr war dadurch eine genaue Bemusterung mit der entsprechenden Qualitätstrennung erforderlich um die Ware entsprechend vermarkten zu können. |
Ernte 2004
Die Ernte 2004 war heuer vor allem durch überdurchschnittliche Erträge gekennzeichnet. Auch die Witterung während der Ernte war großteils heiß und trocken, sodass der überwiegende Teil des Getreides trocken geerntet werden konnte.
Bei Rapssaat kann man durchaus von einer Rekordernte sprechen. Erträge um 4000 kg/ha wurden durchschnittlich gedroschen.
Wintergerste hat in unserem Einzugsgebiet nur eine untergeordnete Bedeutung. Doch auch hier waren die Erträge mit über 6000 kg/ha sehr hoch.
Ebenfalls mit überdurchschnittlichen Erträgen und zudem noch sehr guter Qualität wurde Sommergerste geerntet. Hier lagen die durchschnittlichen Proteinwerte zwischen 10 und 11 % und die Kornsortierung zum grossteil bei 90 % und darüber.
Körnererbse konnte heuer ebenfalls zufriedenstellende Erträge aufweisen.
Auf Grund der hohen Erträge fiel bei Weizen der Proteingehalt deutlich unter das Vorjahresniveau. Hier zeigte sich, dass eine sachgemäße Spätdüngung für hohe Qualitäten unverzichtbar ist. Trotz der niedrigeren Proteinwerte sind die Qualitäten durchaus zufriedenstellend, wie erste Lieferungen and die Verarbeitungsbetriebe zeigten.
Durumweizen konnte ebenfalls mit guter Qualität geerntet werden.
Bedingt durch die hohe Ernte, sowohl in Österreich als auch in der EU insgesamt, sowie durch den hinzugekommenen Wettbewerb durch die neuen Mitgliedsländer hat sich bei der Preisentwicklung für landwirtschaftliche Produkte eine Preisspirale nach unten in Gang gesetzt. Wir werden aber trotzdem versuchen, auch die heurige Ernte wieder erfolgreich zu vermarkten und uns als zuverlässiger Partner und Vermittler zwischen Landwirtschaft und verarbeitender Industrie zu positionieren.
Vertragsanbau Rapso
Im Zuge eines weiteren Qualitätsanbauprogrammes bieten wir Ihnen heuer die Möglichkeit zum Vertragsanbau von "Rapso". Für Rapsanbaubetriebe ist das eine interessante Alternative zum herkömmlichen Rapsanbau mit erhöhter Wertschöpfung. Über Kontrakte und Abwicklung informieren wir Sie gerne.
Zum Schluss möchten wir noch alle Kaisergetreidelandwirte ersuchen, ihre Felddokumentationen entweder über Formular, LGB Schnittstelle oder Internet (Achtung Ernte 2004!) zu übermitteln.
Mit den besten Wünschen für eine ertrag- und erfolgreiche Ernte 2004!
Schneider Johann
Getreideernte 2003
Die heurige Ernte war geprägt durch einen frühzeitigen Druschbeginn bereits um den 20. Juni. Bedingt durch das trockene Frühjahr und den extrem heißen Juni wurde mit bescheidenen Ernteergebnissen gerechnet. Die gesamte Ernte wurde bei schönem Wetter ohne Störungen eingebracht, was sich posiitiv auf die Qualität vor allem bei Weizen und Durum auswirkte.
Wintergerste ist in unserem Einzugsgebiet kein Thema mehr. Die geringen Anbauflächen werden vorwiegend von Tierhaltern für den Eigenverbrauch bestellt.
Bei Raps waren die Erträge sehr unterschiedlich. Je nach Gegend (teilweise durch Gewitterregen im April/Mai bevorzugt) konnten Erträge von 1200 bis 3000 kg je ha erzielt werden. Der Durchschnitt lag ca. bei knapp 2000 kg.
Futtererbsen schnitten bei den Erträgen sehr schlecht ab. Die Vermarktungsmenge liegt hier ebenfalls deutlich unter dem Vorjahr.
Braugerste konnte mit guter Sortierung bei akzeptablen Erträgen geerntet werden. Der Eiweißgehalt lag aber zum Teil im oberen Bereich (11 % - 12 %). Bei der Übernahme konnten wir beobachten, dass die Sorte Bodega durch eine bessere Sortierung hervorstach während die Sorte Barke im Durchschnitt niedrigere Eiweißwerte aufwies.
Bedingt durch die niedrigen Erträge (ca. 20 % unter einem Durchschnittsjahr) wies Weizen heuer wieder sehr gute Qualitäten auf und konnte zum überwiegenden Teil als Premiumweizen geerntet werden. Die Proteinwerte lagen durchwegs bei über 15 % bis 17 %. Hektolitergewichte von über 80 kg verbunden mit hohen Fallzahlwerten von über 300 sec. runden das erfreuliche Qualitätsbild ab.
Durumweizen konnte ebenfalls mit guten Qualitäten aber mäßigen Erträgen geerntet werden.
Abschließend kann man sagen, dass die heurige Ernte auf Grund der geringen Erträge, verbunden mit den hohen Qualitäten eine zügige Vermarktung auf einem durchaus auch für die Landwirtschaft zufriedenstellenden Preisniveau erwarten lässt.
Das erste Jahr Kaisergetreideanbau inkl. Vermarktung ist abgeschlossen. Auf Grund der gesammelten Erfahrungen kann man erste Bilanzen ziehen.
1. Mehraufwand Landwirt:
Ich weiß, dass kein Landwirt mit Verwaltungsarbeiten Freude hat. Doch der Aufzeichnungsaufwand ist gering (da durch die AMA sowieso bereits vorhanden). Landwirte mit Internetanschluß können diese Aufzeichnungen direkt übermitteln, ansonsten wird ein Vordruck mit den Ackerschlagdaten ausgefüllt.
Als finanziellen Mehraufwand kann man eventuell noch den verpflichtenden Saatgutbezug erwähnen. Bei einem fairen Preisvergleich Originalsaatgut - hofeigenes Saatgut wird man aber feststellen, dass dieser Unterschied sehr gering ist, da man bei hofeigenem Saatgut Putzungskosten, Beizkosten, Sackierung, Minderwert Ausputz, erhöhte Aussaatmenge, erhöhter Arbeitsaufwand usw. mitkalkulieren sollte.
2. Mehraufwand Übernahmestelle:
Getrennte Lagerung, Rückstellmuster, Lagerdokumentation und HACCP Zertifizierung sind Aufgaben der Übernahmestellen. Ich kann nicht ohne Stolz behaupten, dass wir diese Herausforderung bereits im ersten Jahr problemlos bewältigt haben.
Das Ergebnis dieser Bemühungen war qualitativ hochwertiges mit Stammbaum, welches einen entsprechenden Mehrerlös erzielen und sich am Markt etablieren konnte.
Um Ihnen die Aufzeichnungen weiter zu erleichtern, bietet Ihnen LBG Computerdienst Korneuburg in Zusammenarbeit mit Kaisergetreide den LBG Bodenwächter zu besonders günstigen Konditionen an.
Dieses Programm erfüllt die ÖPUL Aufzeichnungen IP Wein, Red. Getreide, IP Obst, Gewässerschutz, Kaisergetreide usw.
Ferner werden die Düngerbedarfsrechnung, Streuliste, Anbauplanung, Überwachung Öpul Richtlinien usw. durchgeführt. Bei Interesse informieren wir Sie gerne.
Getreideernte 2002
Heuer erfolgte die erste Ernte von Kaiserweizen. Das dabei erzielte Ernteresultat kann sich durchaus sehen lassen. Hervorragende Qualitäten wurden separat erfasst, dokumentiert und gelagert. Die Abwicklung durch unsere Vertragslandwirte erfolgte engagiert und problemlos. Angefangen von den korrekt dokumentierten Aufzeichnungen über die entsprechende Kulturführung bis hin zur Ernte lief dieses erste Jahr ohne größere Probleme. Wie man sieht, kann man mit ein wenig Mehraufwand, entsprechender Organisation und engagierten Partnern ein Markenprodukt erzeugen, welches sehr wohl Interesse (und auch Mehrerlöse) am Markt findet und welches wir auch brauchen um uns von den Massenproduzenten abzuheben.
Da ich oft gefragt werde, was den der Unterschied zwischen Kaiserweizen und „normalem Qualitätsweizen“ sei, möchte ich hier wie folgt auflisten:
1. Qualitätssortenreinheit – Kaiserweizen wird aus 100 % Qualitätsweizensaatgut angebaut 2. Erzeugung – Kaiserweizen wird ausschließlich nach ÖPUL Richtlinien produziert 3. Rückverfolgbarkeit – Kaiserweizen ist vom Anbau bis zur Auslieferung an den Verarbeitungsbetrieb rückverfolgbar (dokumentiert vom Anbau bis zur Auslieferung) 4. Lebensmittelsicherheit – HACCP zertifizierte Betriebe lagern und bearbeiten das Getreide nach genau definierten Richtlinien
Diese Zusatzleistungen bzw. Unterschiede zum „normalen“ Qualitätsweizen sind von der Industrie durchaus gefragt und werden auch honoriert. Falls Sie Interesse an Kaiserweizenproduktion haben informieren wir Sie gerne näher bzw. gibt es unter nähere Informationen.
Die Getreideernte 2002 begann heuer durch die heiße, trockene Witterung im Juni bereits sehr früh. Mitten in der Rapsernte gab es Anfang Juli in unserem Einzugsbereich Fels/Wagram ein verheerendes Hagelunwetter welches Schäden in den Acker- und Weinbaukulturen bis zu 100 % verursachte.
Allgemein kann gesagt werden, das die heurige Ernte im Ertragsniveau ca. 20 % unter dem Vorjahr liegt. Aber nun im Detail zu den einzelnen Kulturen:
Wintergerste wurde, verursacht durch den Gelbverzweigungsvirus, beinahe zur Gänze vorzeitig umgebrochen, sodass es in unserem Aufkaufsgebiet keine nennenswerten Mengen gab.
Raps enttäuschte die Ertragserwartungen. Erträge von 2000 kg bis 2600 kg/ha waren durchschnittlich zu erzielen, sodass trotz der eher hohen Ölsaatenpreise die Deckungsbeiträge nicht befriedigen.
Auch Körnererbsen konnten keine befriedigenden Erträge erzielen. Der Anbau dieser Kulturart verliert in unserem Gebiet immer mehr an Bedeutung. Schlechte Erträge der letzten Erntejahre und der Rückgang der Viehhaltung veranlasst immer mehr Landwirte, diese Kultur aus Ihrer Fruchtfolge zu streichen.
Sommer(Brau)gerste fiel in der heurigen Ernte durchaus positiv auf. Erträge von rund 5000 kg/ha konnten mit sehr guten Qualitäten geerntet werden (Ausnahme Hagelgebiet). Eiweißwerte zwischen 10,5 und 11,5 % waren die Norm und auch bei den Sortierungen lagen die Werte durchwegs um die 90 %.
Bei Weizen wurde heuer eine eher knapp durchschnittliche Ernte mit rund 5000 kg/ha eingefahren. Alles andere als durchschnittlich war aber die geerntete Qualität. Da die Ernte durch keine Regenperioden beeinträchtigt war, konnten die Weizenqualitäten mit hohen Fallzahlwerten (über 300), entsprechenden Proteinwerten (durchwegs über 14 % mit einem beachtlichen Anteil an Prämiumqualität) und entsprechendem Hektolitergewichten eingebracht werden.
Diese Aussagen treffen im Wesentlichen auch auf Durumweizen zu, welcher heuer in durchaus ansprechenden Qualitäten und Mengen geerntet werden konnte.
Da nun die Qualitäten und auch die Mengen bekannt sind, beginnt die Zeit der Preisbildungen. Erste Probelieferungen von Qualitätsweizen nach Italien fanden dort durchaus Interesse. Bleibt abzuwarten, wie sich die Ein- und Ausfuhrpolitik der EU vor allem im Hinblick auf die neuen Beitrittskandidaten gestaltet und welche Mengen und Qualitäten aus Ungarn und Süddeutschland in Italien angeboten werden.
Getreideernte 2001
Die Getreideernte 2001 war geprägt von hohen Ertragserwartungen, welche aber nur teilweise erfüllt wurden. Wintergerste und Raps konnten ohne Probleme geerntet werden. Während die Wintergerste in Qualität und Ertrag eher enttäuschte, war die Rapsernte durchaus zufriedenstellend. Besonders erfreulich war das relativ hohe Preisniveau für Ölraps.
Durchaus erfreulich waren heuer auch die Qualitäten und Erträge bei Braugerste. Sortierung und Eiweißgehalt waren großteils im Normbereich, sodass es bei der Vermarktung keine Probleme gibt.
Körnererbsen brachten durchschnittliche Erträge. Auf Grund des Anbaurückganges gibt es aber nur geringe Mengen auf dem Markt. Die Preise sind daher eher fest.
Die Weizenernte wurde von einer Regenperiode unterbrochen. Die Qualität des Weizens wurde aber dadurch nicht beeinträchtigt. Die Fallzahlwerte lagen durchwegs bei über 300 Sekunden. Der Großteil der geernteten Menge weist Proteinwerte zwischen 13 % und 14,5 % auf. Die Erträge liegen leicht über dem langjährigen Durchschnitt.
Durumweizen hat durch die Regenperiode unter der Ernte Schaden gelitten. Die Fallzahlwerte schwankten stark. Geringe Erntemengen und die Inlandsnachfrage lassen jedoch eine Vermarktung der Ware im Inland erwarten.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die heurige Ernte in Menge und Qualität ein zufriedenstellendes Ergebnis brachte und den Verarbeitungsbetrieben Getreide mit guten Qualitäten in ausreichenden Mengen zur Verfügung gestellt werden kann.
Getreideernte 2000
Vor einiger Zeit ging in unserem Gebiet die Getreideernte 2000 zu Ende. Geprägt von der Trockenheit des Frühjahres begann der Getreidedrusch bereits Mitte Juni. Wir erhielten heuer die erste Fuhre Weizen am 22. Juni!
Raps und Wintergerste erzielten durchaus akzeptable Erträge und man kann bei diesen Getreidearten von einem normalen Erntejahr sprechen. Winterweizen erzielte je nach Bodenbonität äußerst unterschiedliche Erträge mit einem insgesamt aber ebenfalls durchschnittlichen Ertragsniveau.
Problematisch wurden die Ertragsmengen bei Futtererbsen und Sommergerste. Futtererbse verzeichnete Ertragsausfälle von bis zu 60 %. Sommergerste und Durumweizen erzielten Mindererträge um die 40 %.
Der Großteil der Ernte konnte unter günstigen Bedingungen trocken geerntet werden. Der heurige Winterweizen kann qualitativ vor allem durch seinen hohen Proteingehalt (durchschnittlich 14 - 15 %), seine hohen Fallzahlwerte (ca. 300 sec.) und durch ein Hektolitergewicht von 80 kg und mehr überzeugen. Die Vermarktung dieser Weizenqualität dürfte heuer kein Problem sein und läßt für die Landwirte ein deutlich vom Interventionspreis abgehobenes Preisniveau erwarten. Durumweizen entspricht ebenfalls voll den Qualitätserwartungen und kann sicher problemlos vermarktet werden.
Durch die geringen Hektarerträge bei Braugerste kam es bei diesem Produkt zu einem erhöhten Eiweißgehalt, welcher bei der Vermarktung doch zu einigen Problemen führen kann. Um die österreichische Braugerstenernte einigermaßen verwerten zu können, hat die Malzindustrie heuer ausnahmsweise die Übernahmekriterien geändert, so daß wir in der Lage waren, Gerste bis 13,5 % Eiweißgehalt als Braugerste zu übernehmen.
Abschließend kann man sagen, daß die heurige Ernte mengenmäßig eine eher unterdurchschnittliche war, qualitativ aber vor allem bei Winterweizen durchaus auch erfreuliche Akzente setzte.
Getreideernte 1999
Die Getreideernte 1999 war im Einzugsgebiet des nördlichen Tullnerfeldes überaus positiv. Günstige Witterungsbedingungen während der gesamten Vegetationsphase und ein heißes sonniges Erntewetter waren die besten Voraussetzungen für eine quantitativ und qualitativ hochwertige Ernte.
Wintergerste erreichte bei hohen Erträgen ohne Probleme Interventionsqualität (vor allem zweizeilige Sorten). Körnererbsen konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Bedingt durch das starke Auftreten des Erbsenwicklers gab es sowohl Qualitätsprobleme als auch Mindererträge. In Verbindung mit dem gedämpften Futterpreisniveau konnten hier teilweise keine befriedigenden Deckungsbeiträge erreicht werden.
Trotz der eher unerfreulichen Preisentwicklung bei Rapssaaten wurde durch die hohen Erträge ein einigermaßen akzeptabler Deckungsbeitrag für die Landwirte erreicht.
Hohe Erträge und gute Qualitäten zeichnen die heurige Braugerstenernte aus. Bei einem Vollkornanteil von durchschnittlich 80-90 % liegt der Eiweißgehalt großteils im Bereich zwischen 10 und 11,5 %. Trotz der hohen Erträge und der rückläufigen Verarbeitung in Österreich (Schließung der Mälzerei Liesing), werden wir uns um eine möglichst effiziente Vermarktung bemühen.
Die Weizenernte zeichnete sich vor allem durch hohe Erträge aus. Der Proteingehalt erreichte nicht die Spitzenwerte des Vorjahres, kann aber durchaus als zufriedenstellend betrachtet werden. Es wurden sowohl Qualitätsweizensorten mit über 14% Protein als auch beträchtliche Mengen im Bereich zwischen 13 und 14 % geerntet. Positiv ist zu vermerken, das es nur geringste Menge mit einem Proteingehalt von unter 12,5 % gibt. Die Fallzahlwerte liegen durchwegs im Bereich zwischen 250 und 350 sec., welches äußerst gute Werte sind. Das Tullnerfeld bietet die besten klimatischen Voraussetzungen für die Produktion von Qualitätsweizen welche die Landwirte intensiv durch den Anbau von entsprechenden Sorten nutzen.
Durumweizen zeichnet sich durch hohe Glasigkeit, verbunden mit hohen Fallzahlwerten und annehmbaren Proteinwerten aus. Die Ausweitung der Anbauflächen hat zwar einen Preisrückgang bewirkt, jedoch wird auf Grund des hohen Qualitätsnivaus die Vermarktung der Ernte 1999 keine größeren Probleme bereiten.
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß im Raum nördl. Tullnerfeld eine qualitativ und quantitativ zufriedenstellende Ernte 1999 zur Vermarktung ansteht. Wir danken unseren Kunden für das Vertrauen, welches Sie uns entgegengebracht haben und werden uns bemühen, entsprechend den Marktgegebenheiten eine bestmöglich Vermarktung zu erzielen.
Weiteres Produktprogramm
* Fliesenkleber, 25 kg frostsicher für innen und außen * Thermomörtel 40 lt * Mauerputz (Zement/Kalk Handputz) Körnung 0-1,2 mm 40 kg * Mauermörtel 40 kg * Betonestrich Körnung 0 - 4 mm 40 kg
Das gesamte Lieferprogramm an Fertigmörteln, Sanier- und Dämmputzen bieten wir Ihnen bei Bedarf gerne an.
Wußten Sie schon, daß wir auch
Spalierpfähle, Unistöcke, Endsteher und Weinbergdraht für den Weinbau im Programm haben?
Hunde- Katzen- Kaninchen- Geflügel und sonstiges Kleintierfutter führen?
laufend verschiedene Getränkeaktionen (Mineralwässer, Bier, alkoholfreie Getränke) haben?
ein reichhaltiges Programm an Blumenerden und Gartendüngern führen?
Wiener Normalkristallzucher in 50 kg Papiersäcken liefern können (Weinkellereien, Imkerei, Obstbau usw.)?
Unser neues Palettenlager ist fertig. Damit sind wir bei Palettenware (Saatgut etc.) noch flexibler geworden und können Ihnen staub- und schädlingsfrei gelagerte Ware garantieren. Bilder in Kürze.
Aktuell
Nach längerer Planungs- und Vorbereitungszeit errichten wir nun in unserem Standort Absberg eine neue Palettenlagerhalle. Auf Hochregalen werden wir hier ein umfangreiches Angebot an Saatgut, Weinbaubedarfsartikeln, Trockenbaustoffen usw. für Sie bereithalten. Voraussichtliche Fertigstellung im Juli dieses Jahres.
Ende April 07 waren die notwendigen Genehmigungen erteilt und der Bau wurde bis Ende August fertiggestellt.
Preisniveau erwarten. Durumweizen entspricht ebenfalls voll den Qualitätserwartungen und kann sicher problemlos vermarktet werden.
Durch die geringen Hektarerträge bei Braugerste kam es bei diesem Produkt zu einem erhöhten Eiweißgehalt, welcher bei der Vermarktung doch zu einigen Problemen führen kann. Um die österreichische Braugerstenernte einigermaßen verwerten zu können, hat die Malzindustrie heuer ausnahmsweise die Übernahmekriterien geändert, so daß wir in der Lage waren, Gerste bis 13,5 % Eiweißgehalt als Braugerste zu übernehmen.
Abschließend kann man sagen, daß die heurige Ernte mengenmäßig eine eher unterdurchschnittliche war, qualitativ aber vor allem bei Winterweizen durchaus auch erfreuliche Akzente setzte.
Getreideernte 1999
Die Getreideernte 1999 war im Einzugsgebiet des nördlichen Tullnerfeldes überaus positiv. Günstige Witterungsbedingungen während der gesamten Vegetationsphase und ein heißes sonniges Erntewetter waren die besten Voraussetzungen für eine quantitativ und qualitativ hochwertige Ernte.
Wintergerste erreichte bei hohen Erträgen ohne Probleme Interventionsqualität (vor allem zweizeilige Sorten). Körnererbsen konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Bedingt durch das starke Auftreten des Erbsenwicklers gab es sowohl Qualitätsprobleme als auch Mindererträge. In Verbindung mit dem gedämpften Futterpreisniveau konnten hier teilweise keine befriedigenden Deckungsbeiträge erreicht werden.
Trotz der eher unerfreulichen Preisentwicklung bei Rapssaaten wurde durch die hohen Erträge ein einigermaßen akzeptabler Deckungsbeitrag für die Landwirte erreicht.
Hohe Erträge und gute Qualitäten zeichnen die heurige Braugerstenernte aus. Bei einem Vollkornanteil von durchschnittlich 80-90 % liegt der Eiweißgehalt großteils im Bereich zwischen 10 und 11,5 %. Trotz der hohen Erträge und der rückläufigen Verarbeitung in Österreich (Schließung der Mälzerei Liesing), werden wir uns um eine möglichst effiziente Vermarktung bemühen.
Die Weizenernte zeichnete sich vor allem durch hohe Erträge aus. Der Proteingehalt erreichte nicht die Spitzenwerte des Vorjahres, kann aber durchaus als zufriedenstellend betrachtet werden. Es wurden sowohl Qualitätsweizensorten mit über 14% Protein als auch beträchtliche Mengen im Bereich zwischen 13 und 14 % geerntet. Positiv ist zu vermerken, das es nur geringste Menge mit einem Proteingehalt von unter 12,5 % gibt. Die Fallzahlwerte liegen durchwegs im Bereich zwischen 250 und 350 sec., welches äußerst gute Werte sind. Das Tullnerfeld bietet die besten klimatischen Voraussetzungen für die Produktion von Qualitätsweizen welche die Landwirte intensiv durch den Anbau von entsprechenden Sorten nutzen.
Durumweizen zeichnet sich durch hohe Glasigkeit, verbunden mit hohen Fallzahlwerten und annehmbaren Proteinwerten aus. Die Ausweitung der Anbauflächen hat zwar einen Preisrückgang bewirkt, jedoch wird auf Grund des hohen Qualitätsnivaus die Vermarktung der Ernte 1999 keine größeren Probleme bereiten.
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß im Raum nördl. Tullnerfeld eine qualitativ und quantitativ zufriedenstellende Ernte 1999 zur Vermarktung ansteht. Wir danken unseren Kunden für das Vertrauen, welches Sie uns entgegengebracht haben und werden uns bemühen, entsprechend den Marktgegebenheiten eine bestmöglich Vermarktung zu erzielen. |